Steckbrief Skoda Octavia Combi RS 245

Eines gleich vorweg. Aus dem einstigen Sondermodell Skoda Octavia Combi RS 245 wird ein Serienmodell. Die 180 kW (245 PS) sind in Kürze Usus im RS mit dem 2-Liter-Turbobenziner. Nun endlich auf Augenhöhe mit dem VW Golf GTI Performance aber noch weit entfernt von einem spanischen Cupra, der Sportmarke von Seat.

Der praktische Nutzen

Deutschland ist nach wie vor ein Land mit vielen Kombi-Liebhabern. Und obwohl der Octavia auch als Limousine mit seiner großen Heckklappe viel Platz bietet, haben wir uns dennoch für den Combi entschieden. RS hin oder her, unter der hochaufschwingenden Heckklappe verbirgt sich Platz ohne Ende. Das Volumen reicht von sagenhaften 610 bis zu nahezu unglaublichen 1.740 Litern.

Welches andere Automobil aus diesem Segment kann da schon mithalten? Gleiches gilt für die Fülle an “Simply clever-Lösungen”, mit den Skoda so manchem Mitbewerber die lange Nase zeigt. So einfache Dinge wie der obligatorische Eiskratzer in der Tankklappe oder die die beiden Klapphaken zum Aufhängen von Einkaufstaschen im Kofferraum.

In dem natürlich unser Rennrad oder sogar auch ein Mountainbike problemlos Platz finden. Zudem finden bis zu acht Flaschen mit 0,5 Litern und davon zwei sogar mit 1,5 Litern Volumen ihren Stauraum. Da kann man auch mal einem Radrennfahrer eine Flasche abtreten, um auf die aktuelle Werbung von Skoda im Rahmen der Tour de France 2018 anzuspielen.

Der Fahrspaß mit dem Skoda Octavia Combi RS 245

Der 2-Liter-Turbo-Benziner deckt innerhalb des Volkswagen-Konzerns eine riesige Palette an Automobilen ab. Mit seinen 2245 PS ist der Skoda Octavia Combi RS 245 bestens positioniert. Der tschechische GTI erreicht locker eine Höchstgeschwindigkeit von 250 km/h. Den Spurt von 0 auf 100 km/h erledigt der rund 1,5 Tonnen schwere Skoda Octavia Combi RS 245 in 6,7 Sekunden.

Trotz der elektrohydraulischen Vorderachs-Sperre (VAQ) zerren die Antriebskräfte vor allem bei feuchtem Untergrund reichlich heftig und zwingen das ESP zur Arbeit. Bei schnellen Kurvenfahrten spielt VAQ dagegen seine Stärken gut aus indem bis zu 100 Prozent der Antriebskraft auf das kurvenäußere Vorderrad übertragen werden.

Der Mix macht es. Stadtverkehr kombiniert mit Landstraßen und auf Anschlag gefahrenen Autobahnkilometern. Daraus resultierte ein Durchschnittsverbrauch von 8 Litern auf 100 km. Das Fahrwerk hielt jeglicher Geschwindigkeit perfekt stand. Der herausragende Federungskomfort ist nicht als Kompromiss zu verstehen, sondern ist trotz aller Sportlichkeit absolut langstreckentauglich und schont zudem die Bandscheibe.

Umfangreiche Ausstattung

Die Preise des Skoda Octavia RS 245 liegen für die Limousine bei 34.410 Euro, für den Combi bei 35.110 Euro. Die Preisdifferenz zwischen der manuellen Sechsgang-Schaltung und dem Siebengang-Doppelkupplungsgetriebe DSG beträgt 1.800 Euro, sodass unser Skoda Octavia 36.910 Euro kostet.

Auf die herausragenden Eigenschaften von Skoda Connect sind wir bereits eingegangen. Schade nur, dass die ansonsten so preissensiblen Tschechen, für das empfehlenswerte Navigationssystem Columbus mit dem 9,2 Zoll großen Touchscreen selbst im Paket Business 2.590 Euro verlangen.

Mit dabei im Paket ist Bluetooth und der digitale Radiostandard DAB+ sowie eine Phonebox, die mit dem gekoppelten Mobiltelefon eine Verbindung zur Außenantenne herstellt. Sowie natürlich die mittlerweile zum Standard gehörenden Smartphone-Anbindungen an MirrorLink, Apple CarPlay und Android Auto.

Eine Zweizonen-Klimaautomatik ist an Bord, zudem LED-Scheinwerfer und, fast schon selbstverständlich, sämtliche im Moment verfügbare Sicherheitssysteme. Innen dominiert sportliches Schwarz. Die Türeinlässe sind mit LED-Bändern versehen  und vorne nimmt man auf Sportsitzen im RS-Design Platz. Bezogen ist das bequeme Gestühl aus einem Mix aus Leder und Alcantara.

Das griffige 3-Speichen-Lenkrad ist ebenso wie der Schalthebel-Knauf und der Handbremsen-Griff in Leder gehüllt. Türeinstiegsleisten und Fußpedale sind aus Edelstahl. Das Kombi-Instrument mit dem farbigem Maxi DOT Display darf im eigenen RS-Design erstrahlen. Dazu tragen Lenkrad, Schalthebel, Einstiegsleisten, Sitze und Fußmatten das RS-Emblem.

Fazit

Der Skoda Octavia Combi RS 245 ist die ideale Kombination aus Vernunft, Fahrspaß, viel Platz und einem sehr guten Preis- Leistungsverhältnis. Die 245 PS sorgen für Power und sind mit den fünf verschiedenen Fahrmodi nach Lust, Laune und dem berühmten Gusto perfekt regulierbar. Mal sehen, was sich Skoda für den RS einfallen lässt, wenn diese Motorisierung Serienstandard wird. Vielleicht ein RS 260? Wir bleiben dran!

Technische Daten

Im Auto360.de Test: Skoda Octavia Combi RS 245

Antrieb, Fahrleistungen und Verbrauch

Motor: 4-Zylinder-Benziner

Getriebe: Siebengang-Doppelkupplungsgetriebe DSG

Hubraum in ccm: 1.984

Leistung in kW (PS) bei U/min: 180 (245)/5.000 – 6.700

Maximales Drehmoment in Nm bei U/min: 370/1.600 – 4.300

Beschleunigung 0–100 km/h in s: 6,7

Höchstgeschwindigkeit in km/h: 250

Tankinhalt in l: 50

Kraftstoffverbrauch kombiniert in l/100 km: 6,4

CO2-Emission kombiniert in g/km: 146

Abmessungen, Gewichte, Bereifung

Länge/Breite/Höhe in mm: 4.689/1.814/1.452

Radstand in mm: 2.680

Leergewicht (inklusive Fahrer) in kg: 1.603

Zulässiges Gesamtgewicht in kg: 1.978

Kofferrauminhalt in l: 610 – 1.740

Bereifung: 225/35 R19

Felgen: 7,5 x 19″ Leichtmetall

Preis

Listenpreis in Euro inklusive Mehrwertsteuer: 36.910

 

Dietmar Stanka

Dietmar Stanka

Dietmar Stanka wurde bereits als Kleinkind vom automobilen Virus befallen. Seine ersten journalistischen Sporen verdiente er sich als 15-jähriger. Für die Nordbayerischen Nachrichten berichtete er über Eishockey und Musik-Events in seiner Heimatstadt Pegnitz. Mit 17 nahm er als Beifahrer in Rallyeautos Platz und ein Jahr später wechselte er die Perspektive und fuhr selbst einen heißen Reifen. Im Jahr 2000 wandelte er seine Leidenschaft für Automobile in einen erfüllenden Beruf um. Unter anderem ist er als freier Autor für Grip, Träume Wagen, Autohaus, wiwo.de, ramp und den Finanzenverlag (BÖRSE ONLINE, EURO, Euro am Sonntag) tätig.
Dietmar Stanka