Einmal mehr beweist der neue SsangYong Rexton seine Zugkraft.

Die Kombination des 149 kW (202 PS) starken Diesels, dem zuschaltbaren Allradantrieb sowie der Leiterrahmen-Konstruktion ermöglicht eine Anhängelast von 3,5 Tonnen. Aber das ist noch lange nicht alles, was den koreanischen SUV positiv auszeichnet. Ein mächtiger Kühlergrill beherrscht die Front und wird von den beiden serienmäßigen LED-Scheinwerfern flankiert.

Raum und deren Nutzung

Bis zu sieben Personen können in einen SsangYong Rexton mitfahren. Oder auch Yuki, eine Akita-Hündin, ein Rennrad und Gepäck. Die hinteren Rücksitze können herunter geklappt und in einem weiteren Schritt in Richtung Vordersitze hochgeklappt werden. Leider ist diese Aktion mit einem gehörigen Krafteinsatz verbunden. Mit jeweils einem Hebel an der Sitzseite werden die Sitze angehoben und justiert.

Und diese Teile sind so verdammt schwer und klobig, sodass viel Raum für Zuladungen verschenkt wird, da diese ja nicht versenkt werden können. Zudem entsteht kein ebener Ladeboden. Zeit für die SsangYong-Entwickler über eine praktischere Lösung nachzudenken für den nächsten Rexton nachzudenken.

Das Cockpit ist übersichtlich gestaltet und wird mittig von einem 9 Zoll großen Touchscreen betont. Die digitale Informationseinheit mit 12,3 Zoll großen Display ist dem Sapphire vorbehalten. Die beiden anderen Versionen sind mit einem analogen Instrumententräger ausgestattet.

Der Antrieb des SsangYong Rexton

Der 2,2 Liter-Vierzylinder-Diesel verfügt über ein Drehmoment von 441 Nm. Geschaltet wird mit einer Achtgang-Automatik, die mit den drei Fahrmodi Normal, Sport und Winter beeinflusst werden kann. Das für den Rexton neu entwickelte Getriebe funktioniert nach dem Shift-by-Wire-Prinzip, will heißen ohne mechanische Übertragung.

Der Allradantrieb ist einfach mit dem Drehschalter zweistufig auf der Mittelkonsole zuschaltbar. Einmal als 4H bezeichnet für eine bessere Traktion auf feuchten oder verschneiten Straßen und 4L für langsames Fahren in unwegsamerem Gelände. Zudem packt das aus dem Pickup Musso bekannte Sperrdifferenzial in schwierigen Situationen mit an.

Fahrverhalten

Der kräftige Selbstzünder ist nach dem ersten Gasstoß gleich munter und schiebt den über 2,3 Tonnen schweren SUV problemlos nach vorne. 441 Nm an Drehmoment sind schließlich eine klare Ansage. Bei unserem großen Roadtrip nach Italien waren wir ausschließlich mit Frontantrieb unterwegs.

Die Laufruhe ist auch bei höheren Autobahngeschwindigkeiten angenehm. Dazu trägt unter auch die mehrfach gelagerte Einzelradaufhängung mit fünf Stablenkern und Schraubenfedern bei. Zudem die Radhäuser aus gewebtem Polyester (PET) sowie vierlagige Dichtungen an Türen und Fenstern und der mit Gummidichtungen abgeklebte Motorraum.

Die Übersicht in dem fast zwei Meter breiten und über 1,82 Meter hohen SsangYong Rexton ist fantastisch. Auch der Sitzkomfort hat uns auf der rund 400 Kilometer langen Strecke überzeugt. Der Spritverbrauch lag im Schnitt bei gut 8 Litern. Ein adäquater Wert in Anbetracht der Größe und des immensen Leergewichts von über 2,3 Tonnen.

Die Ausstattungslinien des SsangYong Rexton

Mit nur drei Ausstattungslinien und wenig aufpreispflichtigen Details ist die Konfiguration des SsangYong Rexton einfach gestaltbar. Der SUV ist immer mit dem zuschaltbaren Allradantrieb ausgestattet und startet als Crystal bei 42.990 Euro. Die mittlere Variante nennt sich Quartz und kostet 47.590 Euro, unser Testwagen, das Topmodell Sapphire 52.990 Euro.

Sieben Sitze sind ausschließlich für den Crystal und den Sapphire mit einem Aufpreis von 900 Euro erhältlich. Die Sonderlackierung Silky Pearl White Metallic unseres Testwagens kostet weitere 800 Euro und ein elektrisches Schiebedach 1.000 Euro.

Genau wie das Elegance-Paket (4.000 Euro) mit Nappa-Leder-Ausstattung, elektrischer Heckklappe und dem 360-Grad-3D-Kamerasystem sind beide letztgenannten Details nur für den Sapphire zu bestellen. Für die 20-Zöller aus Leichtmetall müssen nicht nur weitere 1.000 Euro aufgewandt werden, sondern auch das Elegance-Paket geordert werden.

Eine Reihe von Assistenzsystemen, heutzutage aus keinem Fahrzeug mehr wegzudenken, ergänzen die Ausstattung des Rexton. Darunter Klassiker wie der automatische Notbremsassistent, eine kameragestützte Verkehrszeichenerkennung sowie eine adaptive Geschwindigkeitsregelanlage. Was dem bärenstarken Rexton für leichteres Rangieren mit Anhängern fehlt, ist ein Trailer-Assist, wie beispielsweise der des VW Touareg.

Fazit

Der SsangYong Rexton überzeugt mit seiner Kraft, der Anhängelast und einer guten Verarbeitung. Der Spritverbrauch entspricht den Herstellerangaben und kann durch eine ökonomische Fahrweise deutlich reduziert werden.

Das Preis- Leistungsverhältnis ordnet sich leicht unterhalb der beiden koreanischen Mitbewerber ein. Für alle, die einen Anhänger gleich welcher Art ziehen müssen, sollte der Rexton in die engere Wahl genommen werden. Ein weiterer positiver Aspekt ist die Garantiezeit von 5 Jahren oder aber auch 150.000 Kilometern, je nachdem was als erstes erreicht wird.

SsangYong Rexton 4WD Sapphire

Technische Daten

Im Auto360.de Test: SsangYong Rexton 4WD Sapphire

Antrieb, Fahrleistungen und Verbrauch

Motor: 4-Zylinder-Diesel

Getriebe: Achtgang-Automatik

Hubraum in ccm: 2.157

Leistung in kW(PS) bei U/min: 149 (202)/3.800

Maximales Drehmoment in Nm bei U/min: 441/1.600 bis 2.600

Beschleunigung 0-100 km/h in s: n.n.

Höchstgeschwindigkeit in km/h: 184

Tankinhalt: 70 l

Kraftstoffverbrauch kombiniert auf 100 km in l: 8,2

CO2-Emission kombiniert in g/km: 216

Abmessungen, Gewichte, Bereifung

Länge/Breite/Höhe in mm: 4.850/1.960/1.825

Radstand in mm: 2.865

Leergewicht (inklusive Fahrer) in kg: 2.316

Zulässiges Gesamtgewicht in kg: 2.950

Kofferrauminhalt: 258 – 2.500 l

Bereifung: 255/60 R 18

Felgen: 7,5 x 18″ Leichtmetall

Preis

Listenpreis in Euro inklusive Mehrwertsteuer: 52.990 Euro

Dietmar Stanka