Ende November 2020 berichteten wir bereits über den Suzuki Across.

Dem Plug-in-Hybrid mit den technischen Genen des Toyota RAV4 PHEV. Ausschließlich in der Top-Version Comfort+ erhältlich und 54.990 Euro teuer. Von diesem Betrag müssen noch 5.625 Euro abgezogen werden, die Summe aus der Förderung von Bund und dem Hersteller.

Ein klassischer SUV

Trotz der Batteriepackages litten wir im Suzuki Cross nicht an Platzmangel. Der Kofferraum mit einem Volumen von 490 Litern war gut mit der Hundetransportbox von Yuki ausgefüllt. Wenn die Rücksitze umgeklappt werden, schafft dies Raum für insgesamt 1.604 Liter. Ergo noch einiges an Platz für weitere Güter.

Im Cockpit ist Ergonomie angesagt. Das fängt beim im Leder gehüllten Multifunktionslenkrad an und hört beim 9 Zoll großen Touchscreen auf. Für mehr Sicherheit im Straßenverkehr sorgt die Sprachsteuerung.

Die serienmäßigen LED-Scheinwerfer fügen sich mit ihrer schmalen Silhouette perfekt in die Frontpartie ein. Die sich durch den großen Kühlergrill und den silbernen Verzierungen vom RAV4 deutlich unterscheidet. Die Seitenlinie wird durch große 19-Zoll-Leichtmetallfelgen in Hochglanzschwarz dominiert.

Der Antrieb des Suzuki Across

Der Plug-in-Hybrid des Suzuki Across verfügt über eine satte Systemleistung von 225 kW (304 PS). Die Lithium-Ionen-Batterie verfügt über eine Kapazität von 18,1 kWh bei 355,2 Volt Nennspannung. Den Verbrauch und damit die theoretische Reichweite beziffert Suzuki auf 16,6 kWh pro 100 Kilometer und 75 Kilometer Reichweite im WLTP-Messverfahren. Bei unseren Testfahrten erreichten wir diesen Wert bei vorausschauender Fahrweise problemlos.

Laden lässt sich das Fahrzeug über den standardisierten Typ-2-Mode-3-Stecker. Der On-Board-Charger (OBC) kann mit einer Leistung von bis zu 6,6 Kilowatt Strom in die Batterie speisen. An einer Wallbox dauert der Ladevorgang rund 4,5 Stunden, an einer mit zehn Ampere abgesicherten Schuko-Haushaltssteckdose sind es mindestens 8 Stunden. Ergo Zeit genug, um am nächsten Morgen mit vollem Akku zu starten.

Abhängig von den jeweiligen Fahrbedingungen regelt der Allradantrieb E-Four das Zusammenspiel der beiden Elektromotoren an Vorder- und Hinterachse. Das ermöglicht eine flexible Drehmomentverteilung zwischen den beiden Achsen im Bereich von 100:0 bis 20:80. Über das integrierte Allrad-Management (AIM) werden darüber hinaus auch die Drosselklappensteuerung, die Getriebesteuerung und die elektrische Servolenkung (EPS) geregelt.

Der Allradantrieb regelt unter anderem die Stabilität beim Anfahren auf Schnee oder anderen rutschigen Oberflächen sowie beim Kurvenfahren auf unterschiedlichen Straßenbelägen. Bestmögliche Traktion auf rutschigem Untergrund stellt der Trail Mode sicher, der die Funktion eines automatischen Sperrdifferenzials übernimmt und bei beginnendem Traktionsverlust das Drehmoment an die Räder mit der besten Traktion leitet.

Fahrverhalten

Das Package des Suzuki Across ist voller Dynamik. Gut, dass man den Vorwärtsdrang mit der Eco-Taste ein wenig einbremsen kann. Spaß beiseite. Selbst in diesem Modus, der neben Normal und Sport zur Wahl steht, ist genügend Saft auf der Kette. Der Sportmodus setzt gerade bei schnellen Überholvorgängen alle Kräfte frei.

Das fein abgestimmte Fahrwerk schafft eine weite Spreizung von Komfort bis hin zu dynamischen Kurvenfahrten. Die damit verbundene hohe Fahrfreude wird durch eine sehr gute Geräuschdämmung auch bei hohen Geschwindigkeiten verstärkt.

Sollte sich jemals der 40 kW starke Elektromotor an der Hinterachse zugeschaltet haben, um den Allradantrieb E-Four zu aktivieren, geschah dies unbemerkbar. Angenehm ist mittlerweile auch der Benziner, der im Gegensatz zu seinem Vorgänger auch bei Vollgas deutlich leiser zu Werke geht.

Wie immer gilt bei einem Plug-in-Hybrid das jede Möglichkeit zu einer Ladung mit Strom von außen genutzt werden sollte. Nur dann entfaltet diese Antriebeinheit zumindest bei kürzeren Strecken oder im Pendelverkehr ihren wahren Nutzen.

Ausstattung satt im Suzuki Across

Der Across ist nahezu komplett ausgestattet. Das einzig fehlende Feature ist ein Navigationssystem. Suzuki hat nach eigenen Aussagen bewusst darauf verzichtet, weil man auf die Smartphone-Anbindung von Android Auto und Google CarPlay setzt.

Unter anderem finden sich der schlüssellose Zugang, eine elektrische Heckklappe mit Fußbedienung, eine Zweizonenklimaautomatik mit Pollenfilter, Sitzheizung vorne sowie auf den äußeren Fondsitzen und ein höhen- und längsverstellbares Lederlenkrad inklusive Lenkradheizung an Bord.

Dazu kommen ein Audiosystem mit Smartphone-Anbindung, Digitalradio (DAB), Bluetooth, ein USB-Anschluss. ein doppelter Laderaumboden sowie ein 220-Volt-Anschluss im Kofferraum. Privacy Glass, eine schwarze Dachreling, ein Dachkantenspoiler und eine Auspuffanlage mit zwei Endrohren sind weitere Details der umfangreichen Ausstattung des Suzuki Across.

Bei den Sicherheitssystemen lässt sich Suzuki ebenfalls nicht lumpen. An Bord sind die Verkehrszeichenerkennung, die Berganfahrhilfe, der Totwinkel-Assistent, ein adaptiver Tempomat, der Ausparkassistent mit Querverkehrswarner sowie der Spurhaltewarner mit Lenkeingriff und natürlich der Frontkollisionswarner, der Fahrzeuge, Radfahrer und Fußgänger erkennt.

Fazit

Das Original oder den Across? Die Frage ist leicht zu beantworten. Es kommt darauf an, welcher Händler näherliegt und noch wichtiger, wer sympathischer ist. Wenn der SUV nicht so groß sein muss, schlagen wir den Suzuki Vitara vor. Ein kompaktes Fahrzeug, das es ebenfalls mit Allradantrieb gibt und in unserem Praxistest überzeugte.

Suzuki Across Comfort+

Technische Daten

Im Auto360.de Test: Suzuki Across Plug-in-Hybrid Comfort+

Antrieb, Fahrleistungen und Verbrauch

Motor: Vierzylinder-Benziner + 2 Elektro-Motoren

Getriebe: Stufenlos-variables-Getriebe CVT

Hubraum in ccm: 2.487

Motorleistung in kW (PS)

– Benzinmotor: 136 (185)

– Elektromotoren: 134 (182) + 40 (54)

– Systemleistung: 225 (304)

Maximales Drehmoment in Nm bei U/min:

– Systemleistung 227/3.200 – 3.700

Beschleunigung 0–100 km/h in s: 6,0

Höchstgeschwindigkeit in km/h: 180

Batterie: Lithium-Ionen

Batteriekapazität in kWh: 18,1

Elektrische Reichweite in km (WLTP): 75

Tankinhalt in l: 55

Kraftstoffverbrauch kombiniert in l/100 km: 1,2 + 16,6 kWh

CO2-Emission kombiniert in g/km: 22

Abmessungen, Gewichte, Bereifung

Länge/Breite/Höhe in mm: 4.635/1.855/1.690

Radstand in mm: 2.690

Leergewicht (inklusive Fahrer) in kg: 2.015

Zulässiges Gesamtgewicht in kg: 2.510

Kofferrauminhalt in l: 490 – 1.604

Bereifung: 235/55 R19

Felgen: 8 x 19″ Leichtmetall

Preis

Listenpreis in Euro inklusive Mehrwertsteuer: 54.990

Dietmar Stanka
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