Wir waren mit dem kleinen Suzuki Ignis Hybrid vor mehr als zwei Jahren unterwegs und zeigten uns damals schon begeistert.

Nun hat der kleine Japaner mit dem Mildhybrid auf dem Papier aufgrund der finalen Euro-6-Norm etwas weniger Leistung. Von seiner Spritzigkeit und seiner Agilität hat er jedoch nichts eingebüßt. Dazu überzeugen weiter die Kompaktheit mit einer Kürze von 3,70 Metern und sein witziges Aussehen.

Kosmetik an der Optik

Auf den ersten Blick sind der neue Kühlergrill und die Umgestaltung der gesamten Frontpartie auffällig. Dazu der angedeutete Unterfahrschutz, der auch einem großen SUV gut zu Gesicht stünde. Am Heck zeigt sich der Kleine ähnlich martialisch. Auffällig sind nach wie vor die extrem kurzen Überhänge, die einen erstaunlich langen Radstand von über 2,43 Metern ermöglichen.

Geblieben ist ebenfalls die Bodenfreiheit von 180 Millimetern und mit 267 bis 1.100 Litern reichlich Platz für Zuladungen. Die Anmutung und Materialwahl des Interieurs stünde auch Fahrzeugen höherer Klassen gut zu Gesicht. Das zweifarbig gestaltete Armaturenbrett unseres Testwagens sowie der kinderleicht zu bedienende Touchscreen begeisterte uns bei jeder Fahrt.

Die Rücksitzlehne ist im Verhältnis 50:50 umklappbar und zudem in ihrer Neigung verstellbar. Zudem lassen sich die Rücksitze einzeln verschieben.

Der neue Antrieb des Suzuki Ignis Hybrid

Gleich geblieben ist gegenüber dem von uns getesteten Vorgänger die Motorenbasis. 1,2 Liter Hubraum, vier Zylinder und eine manuelle Fünfgang-Schaltung für die Kraftübertragung. Obwohl das Drehmoment von 120 auf 107 Nm und die Leistung von 90 auf 83 PS gefallen ist, flitzt der Ignis wie ein kleiner Wirbelwind über Landstraßen. Auf einer freien Autobahn ist der Ignis Hybrid bis zu 165 km/h schnell.

Herausragend sind unsere Erfahrungen im Stadtverkehr. Der Motor arbeitet leise und ist mit seiner Start-Stopp-Automatik bei jedem Halt absolut emissionsfrei. Fein ist auch die Anbindung dieses Systems an den Riemenantrieb des Mild-Hybrid. Ohne jede Verzögerung startet der Motor extrem schnell.

Waren es 2018 noch 5,2 Liter Durchschnittsverbrauch, erreichten wir in diesem Jahr sagenhafte 4, 9 Liter. Und das trotz Winterreifen und teilweise eisiger Temperaturen. Das  sehr gut abgestimmte Fahrwerk begeisterte uns ebenso wie der niedrige Durst nach dem immer teurer werdenden Benzin.

Die üppige Ausstattung

18.010 Euro klingen auf den ersten Blick recht viel für einen Kleinstwagen. Wobei dieser Preis für den rundum hochwertig ausgestatteten Comfort+ gilt. Deutlich weniger kostet das Einstiegsmodell Club. Für diese Version müssen 15.520 Euro investiert werden. An Bord sind dann immerhin bereits eine Klimaanlage mit Pollenfilter, ein CD-Radio mit DAB+ und Bluetooth sowie LED-Scheinwerfer.

Die mittlere Ausstattungslinie Comfort für 17.170 Euro bringt zudem die Sitzheizung vorne, die weitere oben erwähnte SUV-Optik, dunkler getönte hintere Scheiben sowie den Spurhalte-Assistenten und eine aktive Bremsunterstützung. Das Audiosystem wird dann über den sehr gut gegliederten 7 Zoll großen Bildschirm bedient und ermöglicht zudem Android Auto und Google CarPlay.

Mit dem von uns getesteten Comfort+ halten zudem eine Klimaautomatik, ein Tempomat mit Geschwindigkeitsbegrenzer, der schlüssellose Zugang und ein Navigationssystem Einzug in den Suzuki Ignis Hybrid. Die serienmäßigen 16-Zöller aus Leichtmetall füllen die Radhäuser bestens aus, das Lederlenkrad ist höhenverstellbar. Für die Farbkombination unseres Testwagens namens Caravan Ivory Pearl Metallic und Super Black Pearl Metallic müssen weitere 830 Euro locker gemacht werden.

Allrad und CVT-Getriebe für den Suzuki Ignis Hybrid

Der Motor ist in jeder Varianten des Suzuki Ignis Hybrid gleich, ein Allradantrieb und ein stufenloses CVT-Getriebe sind zusätzliche Ausstattungselement. Das Allradsystem namens Allgrip ist für den Comfort für 18.670 und den Comfort+ für 19.510 Euro erhältlich. Mit diesem sensationellen Preis ist der Ignis einer der günstigsten Fahrzeuge mit Vierrad-Antrieb.

Wer nicht gerne schaltet, sollte auf das stufenlose CVT-Getriebe zurückgreifen. Es ist allerdings ausschließlich mit der der Linie Comfort für 18.440 Euro erhältlich.

Fazit

Wie kann man dieses süße, kleine Auto nicht mögen? Der Suzuki Ignis passt mit seinem sparsamen Mildhybrid in Städte und suburbane Gebiete wie die Faust aufs Auge. Der Japaner steht in bester Tradition zu den Kei-Cars, die zwar wenig Verkehrsraum benötigen, innen dennoch sehr viel Platz bieten. So ist der Kleine mit all seinen positiven Eigenschaften ein fantastischer Wurf, den wir kritiklos empfehlen können.

Suzuki Ignis 1.2 Dualjet Hybrid Comfort+

Technische Daten

Im Auto360.de Test: Suzuki Ignis 1.2 Dualjet Hybrid Comfort+

Antrieb, Fahrleistungen und Verbrauch

Motor: 4-Zylinder-Benziner

Getriebe: Fünfgang-Schaltung

Hubraum in ccm: 1.197

Leistung in kW (PS) bei U/min: 61 (83)/6.000

Maximales Drehmoment in Nm bei U/min: 107/2.800

Beschleunigung 0–100 km/h in s: 11,8

Höchstgeschwindigkeit in km/h: 165

Tankinhalt in l: 32

Kraftstoffverbrauch kombiniert in l/100 km: 5,0

CO2-Emission kombiniert in g/km: 112

Abmessungen, Gewichte, Bereifung

Länge/Breite/Höhe in mm: 3.700/1.660/1.605

Radstand in mm: 2.435

Leergewicht (inklusive Fahrer) in kg: 910

Zulässiges Gesamtgewicht in kg: 1.330

Kofferrauminhalt in l: 267 – 1.100

Bereifung: 175/60 R16

Felgen: 6 x 16″

Preis

Listenpreis in Euro inklusive Mehrwertsteuer: 18.010

Dietmar Stanka