Anstatt des Dreizylinders verfügt der neue Suzuki Swift Dualjet Hybrid nun über vier Töpfe.

Das neue Triebwerk mit einem Hubraum von 1,2 Litern wird weiterhin von einem Mild-Hybrid-System unterstützt, verzichtet aber auf einen Turbolader. Deshalb leistet der Dualjet nur noch 61 kW (83 PS) gegenüber dem Boosterjet mit 81 kW (111 PS). Der Mild-Hybrid nutzt einen Startergenerator (SG) der als Generator und Elektromotor fungiert, sowie eine 10 Ah Lithium-Ionen-Batterie. Das System unterstützt den Motor beim Anfahren und Beschleunigen und nutzt dafür die beim Bremsen gewonnene Energie.

Das Design des Suzuki Swift Dualjet

Vier Türen und eine Heckklappe sind Pflicht beim Suzuki Swift Dualjet Hybrid. Der Kleinwagen mit dem Lachen im Gesicht ist eine Ikone in seinem Segment und punktet mit einer “kurzen” Länge von 3,84 Metern und dem relativ niedrigen Gewicht von 940 Kilogramm. Dazu mit hinteren Türen, die aufgrund ihrer hochangesetzten Türgriffe in der C-Säule auf den ersten Blick kaum erkennen zu sind.

Neben dem freundlichen Aussehen punktet der japanische Kleinwagen mit einem muskulösen Design. Das bestätigt die Frontpartie ebenso wie die Seitenlinie und der breite Abschluss am Heck. Das Dach scheint schwebend und verleiht dem Swift eine gewisse Leichtigkeit.

Das Cockpit des Suzuki Swift Hybrid ist ergonomisch gestaltet und mit dem Touchscreen auf dem Armaturenträger sowie den analogen Schaltern bestens bedienbar. Die Aufteilung des sieben Zoll großen Bildschirms in vier Bereiche (Audio, Telefon, Smartphone-Anbindung für Android Auto und Apple CarPlay sowie dem Navi, das ab Comfort+ Serie ist) macht ist sehr gut gelöst.

Hinten passen 255 Litern rein. 54 Liter. Die Ladekante ist aber immer noch sehr hoch und erschwert das Be- und Entladen gewichtiger Gegenstände. Werden die Rücksitze umgeklappt, entsteht ein Ladevolumen von 947 Litern. Apropos Rücksitze. Wenn es nicht gerade ein Mensch mit über 1,90 Metern Körperlänge ist, ist auch auf längeren Strecken angenehmes Reisen möglich.

So fährt sich der Suzuki Swift Hybrid

Wir sprachen anfangs von der Mild-Hybrid-Technik des neuen Suzuki Swift Dualjet Hybrid. Die im Hause Suzuki übrigens bei nahezu allen Modellen Verwendung findet. Zudem sind Vollhybride wie der Swace genauso im Angebot wie die beiden der Plug-in-Hybrid Across.

Die Basis bildet der Vierzylinder-Motor mit 1,2 Liter Hubraum. Der von Suzuki als Boosterjet bezeichnete Verbrenner verfügt über eine Benzin-Direkteinspritzung und ein Drehmoment von 107 Nm. Geschaltet wird mit einem manuellen Fünfgang-Getriebe, optional steht für die Ausstattungsversion Comfort ein stufenlosen CVT-Getriebe zur Wahl.

In der Kombination mit dem SHVS Mild Hybrid System arbeiten ein Startergenerator, der gleichermaßen als Generator und Elektromotor und eine 12-Volt-Lithium-Ionen-Batterie Hand in Hand.

Für die Erhöhung der Effizienz unterstützt SHVS den 1-Liter-Turbo beim Anfahren und Beschleunigen. Die Batterie wird durch die Rekuperation beim Bremsen oder der Gaswegnahme erneut geladen. Extrem sanft, schnell und fast nicht spürbar verläuft der Neustart des Motors nach einem Halt.

Der Spritkonsum lag bei unserem ausführlichen Praxistest bei 4,5 bis 4,7 Litern auf 100 Kilometern. Das entspricht nahezu eins zu eins den von Suzuki angegebenen Wert von 4,7 Litern der kombinierten Messung.

Das geringe Gewicht und die hohe Fahrdynamik des bestens abgestimmten Fahrwerks bereiteten uns sehr viel Freude. Auf längeren Fahrten überzeugte uns der neue Swift Hybrid mit einer exzellenten Laufruhe. Und ja, 83 PS sind in den meisten Lebenslagen absolut ausreichend.

Hohes Ausstattungsniveau

Der Swift Dualjet Hybrid wird mit dem 1,2-Liter-Motor in allen Ausstattungsversionen angeboten. Gestartet wird mit dem Club bei 17.390 Euro, der Comfort kostet 18.790 Euro und der von uns gefahrene Comfort+ 19.690 Euro. Die Version Comfort wartet zudem mit zwei Optionen auf. Einmal mit einem stufenlosen CVT-Getriebe für 20.190 Euro und zweitens mit dem Allradantrieb Allgrip für 20.290 Euro.

Der Club wartet als Einstiegsmodell mit Klimaanlage, adaptiven Tempomaten, CD-Radio inklusive DAB+, Bluetooth und Lenkradbedienung sowie LED-Scheinwerfern und einer radargestützten Bremsunterstützung auf.

Der Comfort verfügt zudem über eine Sitzheizung für die Vordersitze, dunkler getönte Heckscheiben, einen Tote-Winkel-Warner, ein Spurhaltesystem mit sanften Lenkeingriff sowie einem Audiosystem mit Smartphone-Anbindung, das über den 7 Zoll großen Touchscreen bedient wird.

Die knapp 20.000 Euro für den Comfort+ mögen als viel Geld für einen Kleinwagen erscheinen. Dafür gibt es aber eine ganze Reihe an Ausstattung. Unter anderem eine Klimaautomatik, LED-Scheinwerfer, eine Rückfahrkamera, den adaptiven Tempomaten und eine radarbasierte Bremsunterstützung.

Fazit

Schätzen wir uns glücklich, dass Suzuki und auch andere asiatische Hersteller solche fantastischen Kleinwagen bauen.  Während man mit dem Suzuki Swift Dualjet Hybrid Comfort+ brav und anständig sowie vor allem sparsam seine Runden drehen kann, ist der Suzuki Swift Sport ein Flitzer, wie wir uns ihn wünschen. Alles in allem ist dieser Swift eine echt coole Kiste, die zum einen preiswert und zum anderen auch noch hübsch anzusehen ist.

Suzuki Swift Dualjet Hybrid Comfort+

Technische Daten

Im Auto360.de Test: Suzuki Swift Dualjet Hybrid Comfort+

Antrieb, Fahrleistungen und Verbrauch

Motor: 4-Zylinder-Benziner

Getriebe: Fünfgang-Schaltung

Hubraum in ccm: 1.197

Leistung in kW (PS) bei U/min: 61 (83)/6.000

Maximales Drehmoment in Nm bei U/min: 107/2.800

Beschleunigung 0–100 km/h in s: 12,6

Höchstgeschwindigkeit in km/h: 175

Tankinhalt in l: 37

Kraftstoffverbrauch kombiniert in l/100 km: 3,9

CO2-Emission kombiniert in g/km: 88

Abmessungen, Gewichte, Bereifung

Länge/Breite/Höhe in mm: 3.845/1.735/1.480

Radstand in mm: 2.450

Leergewicht (inklusive Fahrer) in kg: 940

Zulässiges Gesamtgewicht in kg: 1.365

Kofferrauminhalt in l: 265 – 947

Bereifung: 185/55 R16

Felgen: 6 x 16″

Preis

Listenpreis in Euro inklusive Mehrwertsteuer: 19.690

Dietmar Stanka