Wir erinnern uns gerne an den Suzuki Swift Sport, mit dem wir 2009 die Oberland-Rallye bestritten.

Zwei Generationen weiter hat der kleine Sportler nichts von seinen Reizen verloren. Ganz im Gegenteil. Wird doch das Triebwerk in der sechsten Generation von einem Mildhybrid unterstützt. So erreicht der 1,4-Liter-Turbo eine Leistung von 95 kW (129 PS) und generiert ein Drehmoment von 235 Nm.

Kurz und knackig

Die Dimensionen des Suzuki Swift Sport sind mit einer Länge von 3,89 Metern kurz und knackig zu nennen. Die sportliche Optik wird durch die jeweils in Carbon-Optik ausgeführte Frontspoilerlippe, Seitenschweller und Heckdiffusor  betont. Dazu kommen der Dachspoiler sowie die beiden kegelförmigen Auspuffendrohre.

Innen sind Aluminiumpedale, der Sportlichkeit angepasste Instrumente und ein unten abgeflachtes Lenkrad die Kennzeichen des kleinen Flitzers. Die Sportsitze mit den integrierten Kopfstützen sind anthrazitfarben und mit roten Kontrastnähten versehen. Sie bieten auch auf längeren Strecken einen guten Sitzkomfort und überzeugen bei schneller Kurvenfahrt durch einen perfekten Seitenhalt.

Die Fondpassagiere haben tatsächlich auch zwei Türen zur Verfügung. Der Türgriffe sind gut getarnt in der C-Säule untergebracht, sodass der Swift Sport auf dem ersten Blick wie ein Dreitürer wirkt. Während die Kopffreiheit hinten top ist, sollten die Fondpassagiere zwecks ihrer Beine auf freundliche Mitfahrer vorne setzen.

Das 48-Volt-System des Suzuki Swift Sport

Die Basis des Mild-Hybrid-Systems bilden ein Startergenerator (ISG), eine 48-Volt-Lithium-Ionen-Batterie und einen DC/DC-Wandler, der als Spannungsumwandler für das 12-Volt-Bordnetz dient. Der Startergenerator ist ein 10 kW starker Elektromotor, der neben dem Verbrenner für zusätzliche Energie sorgt. Ein weiterer Vorteil dieses Generators ist der

Anfahren und Beschleunigen funktioniert solchermaßen unterstützt, ohne jegliches Turboloch. Die Beschleunigung von 0 auf 100 km/h vollzieht der Suzuki Swift Sport Hybrid in 9,1 Sekunden.

Mit einem leichteren Gasfuß könnte der vom Hersteller angegebene kombinierte Verbrauch laut dem neuen Messverfahren WLTP von 5,6 Litern erreicht werden. Wir waren bei unseren durchwegs flotten Fahrten mit dem Durchschnittsverbrauch von 6 Litern jedoch auch sehr zufrieden.

Die Fahreigenschaften

Die Harmonie von Anfahren und Beschleunigen wird durch einen sonoren Motorsound musikalisch begleitet. Auch bei höheren Geschwindigkeiten, der Swift Sport Hybrid erreicht immerhin 210 km/h, ist die Geräuschentwicklung im Innenraum gering.

Das optimale Revier des kompakten Sportlers ist jedoch die Landstraße. Am besten möglichst kurvenreich. Dann zeigt das serienmäßige Sportfahrwerk, was japanische Ingenieure draufhaben. Ebenfalls lobenswert ist das niedrige Leergewicht von unter 1,1 Tonnen. Auch ein Grund für den adäquat niedrigen Durst und das willige am Gas hängen.

Überholvorgänge werden daher in Windeseile erledigt. Für den dazu notwendigen Kraftschluss ist das manuelle Sechsgang-Getriebe perfekt synchronisiert, was schnelles Schalten einfach gestaltet.

Ausstattungsumfänge

Knapp 24.000 Euro scheinen reichlich viel Geld für so einen kleinen Flitzer. Der im ungarischen Esztergom  gebaut Swift Sport Hybrid rollt jedoch mit Vollausstattung vor, sodass der Preis absolut gerechtfertigt ist.

Zum Serienumfang gehören unter anderem eine Klimaautomatik, elektrische Fensterheber, beheizbare Vordersitze, elektrisch einstell-, anklapp- und beheizbare Außenspiegel, ein Lichtsensor und eine Rückfahrkamera. Die hinteren Scheiben sind dunkler getönt und gerollt wird auf polierten und 17 Zoll großen Leichtmetallfelgen.  Die Knallerfarbe Champion Yellow unseres Testwagens ist ebenfalls gratis.

Der auf vier Felder aufgeteilte Touchscreen ist kinderleicht zu bedienen. Unter anderem sind dort das Audiosystem mit Digitalradio DAB sowie das Navigationssystem abrufbar. Zudem Bluetooth und heute selbstverständlich Android Auto und Apple CarPlay. Damit die Hände immer am Steuer bleiben und man nicht in die Versuchung kommt, am Touchscreen suchen zu müssen, ist auch eine Sprachsteuerung an Bord.

Mit einer Reihe von Assistenzsystemen wird die Fahrt zusätzlich sicherer gestaltet. Der sinnvolle Tote-Winkel-Warner ist neben der aktiven Bremsunterstützung, der Verkehrszeichenerkennung und dem Ausparkassistenten an Bord des Suzuki Swift Sport zu finden. Geleuchtet wird aus LED-Scheinwerfern mit Fernlichtassistenten. Last but not least werden mit dem adaptiven Tempomat mit Hilfe eines Millimeter­wellenradars sowohl Abstand als auch Geschwindigkeit geregelt.

Fazit

Stark, kompakt und preiswert. Der Suzuki Swift Sport begeistert nicht nur junge Leute. Der kompakte Sportler ist mit seinen praktischen Ausmaßen und dem großzügigen Platzangebot ein Automobil ideal für Singles und Paare. Zudem punktet er mit einem niedrigen Verbrauch, einer reichhaltigen Ausstattung und einer guten Verarbeitung. Wer nicht so viel Leistung braucht, sollte sich den von uns bereits getesteten Swift Hybrid 1.0 anschauen.

Technische Daten

Im Auto360.de Test: Suzuki Swift Sport Boosterjet Hybrid

Antrieb, Fahrleistungen und Verbrauch

Motor: 4-Zylinder-Benziner

Getriebe: Sechsgang-Schaltung

Hubraum in ccm: 1.373

Leistung in kW (PS) bei U/min: 95 (129)/5.500

Maximales Drehmoment in Nm bei U/min: 235/2.000 – 3.000

Beschleunigung 0–100 km/h in s: 9,1

Höchstgeschwindigkeit in km/h: 210

Tankinhalt in l: 37

Kraftstoffverbrauch kombiniert in l/100 km: 5,6

CO2-Emission kombiniert in g/km: 125

Abmessungen, Gewichte, Bereifung

Länge/Breite/Höhe in mm: 3.890/1.735/1.1480

Radstand in mm: 2.450

Leergewicht (inklusive Fahrer) in kg: 1.095

Zulässiges Gesamtgewicht in kg: 1.445

Kofferrauminhalt in l: 265 – 947

Bereifung: 185/45 R17

Felgen: 6,5 x 17″

Preis

Listenpreis in Euro inklusive Mehrwertsteuer: 23.850

Dietmar Stanka