2023 feiert der Suzuki Vitara seinen 35. Geburtstag.

Nun wird neben dem 95 kW (129 PS) starken Boosterjet-Mildhybrid auch der Suzuki Vitara Hybrid angeboten. Ein klassischer Vollhybrid mit einem Saugmotor ohne Turbounterstützung. Aufgeteilt in einen 24 kW starke Elektromotor und dem neuen 1,5-Liter-DUALJET-Vierzylinder-Benzinmotor mit  (75 kW/102 PS) beträgt die Systemleistung 85 kW (115 PS). Die Kraftübertragung erfolgt über ein automatisiertes 6-Gang Schaltgetriebe (AGS).

Ein klassisches Design

Der Suzuki Vitara Hybrid ist 4,17 Meter kurz und damit auch bestens für die Stadt geeignet. In den höherwertigen Ausstattungen ist der Kühlergrill in Chrom gehalten und glänzt mit den jeweiligen Außenlackierungen um die Wette.

Der acht Zoll große Touchscreen des Audio- und Infotainment-Systems ist für den Vollhybrid immer serienmäßig an Bord. Er liefert das Bild der Rückfahrkamera und gewährt in vier Viertel aufgeteilt, Zugriff auf das Digitalradio DAB+, das der Topausstattung Comfort+ vorbehaltene Navigationssystem, sowie die Android Auto oder Apple CarPlay-Anbindung sowie die klassische Telefon-Anbindung.

Die Sitze sind bequem und die Rundumsicht ordentlich. Das Cockpit ist übersichtlich gestaltet und mit der Sprachsteuerung können beispielsweise die Audioanlage, Telefon oder Navi angesprochen werden. Die Materialien sind ordentlich und dem Standard dieses Segments entsprechend.

So fährt sich der Suzuki Vitara Hybrid

Rein elektrisch oder im Hybridmodus? Beides ist möglich mit dem Suzuki Vitara Hybrid. Je nach Füllstand des Akkus kann der kompakte SUV locker mehr als 2 Kilometer rein elektrisch fahren. Angezeigt wird dies als EV-Modus zwischen Drehzahlmesser und Tacho. Mittig zwischen diesen beiden Instrumenten ist zudem der Bordcomputer integriert.

Dessen Bedienung finden wir dringend verbesserungswürdig. Denn genau wie die Einstellung des Tageskilometerzählers auf der linken Seite wird dieser auf der rechten Seite mit einem Stäbchen bedient. Bei der Fahrt etwas grenzwertig, da man am Lenkrad vorbeigreifen muss und dadurch abgelenkt wird. Deutlich besser wäre eine Bedienung über das Multifunktionslenkrad.

Zurück zum Fahren. Der Suzuki Vitara Hybrid ist bauartbedingt ein Cruiser. Er kann allerdings mit der Kraft seiner beiden Triebwerke durchaus schnell beschleunigen. 10,2 Sekunden von 0 auf 100 km/h sind zwar kein Hexenwerk, dennoch ordentlich und für den täglichen Verkehr ausreichend.

Das Fahrwerk ist komfortabel ausgelegt und die Kombination mit dem stufenlosen Sechsgang-Getriebe gut abgestuft. Wer mag, kann über die beiden Schaltpaddels eingreifen, was aber nur in den seltensten Fällen notwendig scheint. Zwei Fahrmodi, Eco und Standard, stehen zur Wahl. Wir waren fast immer im Eco-Modus unterwegs und erreichten locker die 5,3 Liter, die Suzuki für den kombinierten Verbrauch angibt.

Die Ausstattungsumfänge des Suzuki Vitara Hybrid

Im Gegensatz zum Mildhybrid, der in der Einstiegsversion Club startet, wird der Vollhybrid erst als Comfort angeboten. Während der Mildhybrid als Comfort 26.650 Euro kostet, wechseln für den gleich ausgestatteten Vollhybrid 29.150 Euro den Besitzer.

In der Version Comfort sind unter anderem ein Audiosystem mit Smartphone-Einbindung, Digitalradio-Empfang, Bluetooth-Freisprecheinrichtung und Lenkradbedientasten, ein schlüsselloses Zugangs- und Startsystem, eine Klimaautomatik, beheizbare Sitze vorn, LED-Scheinwerfer sowie elektrisch verstellbare und beheizbare Außenspiegel an Bord.

Der von uns getestete Comfort+ verfügt über ein Navigationssystem, ein Panorama-Glasschiebedach, elektrisch anklappbare Außenspiegel mit integrierten Seitenblinkern sowie polierte 17-Zoll-Alufelgen. Der Aufpreis für das Allradsystem Allgrip Select beträgt in beiden Ausstattungslinien jeweils 1.850 Euro.

Die Assistenzsysteme im Suzuki Vitara Hybrid

Der Suzuki Vitara Hybrid bietet eine Reihe von Assistenzsystemen serienmäßig an. Darunter den Dual Sensor Brake Support (DSBS), der ab einer Geschwindigkeit von 5 km/h Fahrzeuge und Fußgänger vor dem Auto erkennt und notfalls eine automatische Bremsung einleitet. Dazu kommen das Spurhaltewarnsystem mit Lenkeingriff, die Müdigkeits- und Verkehrszeichenerkennung, der Tote-Winkel-Warner sowie der Ausparkassistent, der beim Zurücksetzen vor Querverkehr warnt.

Die aktiven Sicherheitstechnologien des Suzuki Vitara werden durch Knautschzonen zur Aufnahme der Aufprallenergie, einer Rahmenstruktur zur effektiven Verteilung dieser Energie sowie eine besonders stabile Kabine, die die Insassen schützt, ergänzt. Dazu kommen Front-, Seiten- und Vorhangairbags sowie ein Knieairbag für den Fahrer.

Fazit

Der Suzuki Vitara Hybrid ist weiterhin ein idealer Begleiter für das urbane und suburbane Umfeld. Die beiden Antriebsarten nehmen sich beim Verbrauch nichts, dafür ist der von uns getestete Vitara Hybrid deutlich teurer, als der Boosterjet-Mildhybrid. Der Preisunterschied von 2.500 Euro ist unserer Ansicht nach nicht gerechtfertigt, sodass wir den Mildhybrid deutlich präferieren.

Technische Daten

Im Auto360.de Test: Suzuki Vitara 1.5 Hybrid AGS Comfort+

Antrieb, Fahrleistungen und Verbrauch

Motor: 4-Zylinder-Benziner

Getriebe: 6-Gang automatisiertes Schaltgetriebe

Hubraum in ccm: 1.462

Leistung Verbrennungsmotor in kW (PS): 75 (102)

Leistung Elektromotor in kW (PS): 24,6 (33)

System-Leistung in kW (PS): 85 (116)

Maximales Drehmoment Benzinmotor in Nm bei U/min: 138/4.400

Beschleunigung 0–100 km/h in s: 10,2

Höchstgeschwindigkeit in km/h: 180

Tankinhalt in l: 47

Kraftstoffverbrauch kombiniert in l/100 km: 5,3

CO2-Emission kombiniert in g/km: 121

Abmessungen, Gewichte, Bereifung

Länge/Breite/Höhe in mm: 4.170/1.775/1.595

Radstand in mm: 2.500

Leergewicht (inklusive Fahrer) in kg: 1.320

Zulässiges Gesamtgewicht in kg: 1.725

Kofferrauminhalt in l: 289 – 1.046

Bereifung: 215/55 R 17

Felgen: 6,5 x 17″ Leichtmetall

Preis

Listenpreis in Euro inklusive Mehrwertsteuer: 32.350