Seit 50 Jahren ist Toyota 2020 in Deutschland.

Wir schlendern in 5 Teilen durch die Geschichte des japanischen Konzerns. Den Teil 4 widmen wir den 2000er Jahren.

Toyota Werk Valenciennes Frankreich

Toyota Werk Valenciennes Frankreich

Auto des Jahres Toyota Yaris

Ins neue Jahrtausend startete Toyota in Europa mit einem großen Erfolg. Beim Rennen um den Titel „Auto des Jahres“ gewann der neue Yaris und sicherte sich als erstes Toyota Modell die Auszeichnung.

Zum echten Europäer wurde der Kleinwagen ab 2001 mit dem Produktionsstart im neu eröffneten Werk im nordfranzösischen Valenciennes. Auch beim Design des Yaris hatte sich der Entwurf des europäischen Toyota Entwicklungszentrums durchgesetzt.

Damit hatte Toyota „ein europäisches Auto entworfen, das auch den Japanern gefällt“, wie es Dr. Shuei Toyoda, Direktor der Toyota Motor Corporation und einer der Hauptverantwortlichen für den neuen Hoffnungsträger, formulierte. Seine Talente bewies der als Drei- und Fünftürer erhältliche Yaris auch als Tourenwagen im Toyota Yaris Cup.

Toyota Aygo 2005

Toyota Aygo 2005

Der kleine Aygo und noch mehr Hybridmodelle bei Toyota in Europa

Nach dem Yaris folgte 2005 der Marktstart des Aygo. Er war das erste Modell von Toyota im wachstumsstarken A-Segment. Der Kleinwagen entstammte einer Kooperation mit dem PSA-Konzern. für die Fertigung errichteten die Partner ein Gemeinschaftswerk im tschechischen Kolin.

Im selben Jahr ging die Auszeichnung „Auto des Jahres“ erneut an Toyota. Diesmal für die zweite Generation des Hybridpioniers Prius. 2006 wurde mit dem Lexus RX 400h der erste Premium-SUV mit Hybridantrieb auf dem deutschen Markt eingeführt.

Lexus RX 400h

Lexus RX 400h

Seine Kombination aus V6-Benziner und zwei Elektromotoren bewies, dass ein Hybridsystem ebenso leistungsstark und sportlich sein konnte wie ein konventioneller Achtzylinderantrieb.

Weltweit setzte sich nun die alternative Antriebstechnik immer mehr durch. 2007, genau zehn Jahre nach der Vorstellung des ersten Prius, wurde der einmillionste Toyota mit Hybridantrieb ausgeliefert. Nur zwei Jahre später waren es bereits zwei Millionen Einheiten.

Toyota Formel 1 Australien 2002

Allan McNish (GBR) Toyota TF102
Austalian Grand Prix, Melbourne, Australia, 3 March 2002.

Toyota in der Formel 1

Die 2000er Jahre standen bei Toyota auch im Zeichen des Formel-1-Engagements. 2002 war das Unternehmen in die Königsklasse des Motorsports eingestiegen. Sämtliche Aktivitäten wurden von der Toyota Motorsport GmbH in Köln gesteuert. Auch Motoren und Chassis wurden hier entwickelt.

Die erfolgreichste Saison feierte Toyota Racing im Jahr 2005 mit dem vierten Platz in der Konstrukteursmeisterschaft. Mit insgesamt dreizehn Podiumsplätzen, drei Pole-Positionen, drei schnellsten Runden und 278,5 Punkten blieb das Team jedoch hinter den Erwartungen zurück. In der Finanzkrise Ende des Jahrzehnts fiel die Entscheidung, sich aus der Formel 1 zu verabschieden.

In den drauffolgenden Jahren legte Toyota seinen Fokus auf die Langstrecken-Weltmeisterschaft (WEC) und den Rallyesport. Gleichzeitig begann für die Toyota Motorsport GmbH im November 2009 eine neue Ära als Kompetenz- und Hochleistungszentrum für Konstruktion, Entwicklung und Produktion.

TO5 Toyota Hybrid Racing. 21-22 May 2012.

TO5 Toyota Hybrid Racing. 21-22 May 2012.

Übersicht über alle Folgen

Teil 1: Toyota kommt nach Deutschland

Teil 2: Nichts ist unmöglich – Toyota

Teil 3: Toyota – Rallyesport und Umweltschutz

Teil 5: Toyota wird Langstrecken-Weltmeister

 

Dietmar Stanka