Toyota Brennstoffzellenbus

Die Toyota Motor Corporation (TMC) hat Anfang März 2017 ihren ersten Brennstoffzellenbus ausgeliefert.

Der Toyota Brennstoffzellenbus, kurz FC Bus genannt, der den Verkehrsbehörden der Metropolregierung Tokios überreicht wurde, stößt während der Fahrt weder CO2 noch andere Schadstoffe aus und kommt im Laufe des Monats März 2017 erstmals im öffentlichen Nahverkehr der japanischen Hauptstadt zum Einsatz.

Offensive Brennstoffzelle

Die Übergabe läutet eine Brennstoffzellen-Offensive ein. Ein zweiter Toyota Brennstoffzellenbus wird ebenfalls im März ausgeliefert und zu den Olympischen und Paralympischen Spielen 2020 in Tokio sollen mehr als 100 dieser Fahrzeuge unterwegs sein. Der japanische Automobilhersteller will damit für alternative Antriebe im öffentlichen Personennahverkehr werben.

Toyota Brennstoffzellenbus mit barrierefreiem Zugang

Der Toyota FC Bus ist nach den „Non-Steps Standards“ konzipiert, die einen barrierefreien Zugang gewähren und älteren Fahrgästen und Kindern einen einfacheren Einstieg erlauben.

Technisch greift das Modell auf das bewährte Brennstoffzellensystem der Toyota Limousine Mirai (Kraftstoffverbrauch (Wasserstoff) kombiniert 0,76 kg/100 km; Stromverbrauch kombiniert 0 kWh/100 km; CO2-Emissionen kombiniert 0 g/km) zurück.

Damit die Fahrleistungen auch bei, mit maximal 77 Personen, vollbesetztem Bus auf dem Niveau konventionell angetriebener Busse bleibt, wird der Antrieb des Mirai zweimal verbaut. Jede der beiden Brennstoffzelle treibt dabei einen E-Motor an, emittiert dabei aber keinerlei schädliche Abgase.

Der Bus als Energiequelle

Der Toyota Brennstoffzellenbus kann beispielsweise die Notstromversorgung von wichtigen Unterkünften und Behörden im Katastrophenfall übernehmen. Damit demonstriert der Toyota Konzern die Bedeutung von Wasserstoff als Energiequelle der Zukunft.

Neben der Brennstoffzellenlimousine Mirai und dem FC Bus entwickelt der japanische Hersteller unter anderem auch Brennstoffzellen-Gabelstapler sowie stationäre Brennstoffzellen für den Hausgebrauch. Ziel ist die fossil basierte Epoche durch Schaffung einer wasserstoffbasierten Gesellschaft abzulösen.

Die Entwicklung und Testfahrten der Brennstoffzellenbusse werden unter anderem von den japanischen Ministerien für Wirtschaft, Umwelt und Verkehr unterstützt.

Toyota Brennstoffzellenbus
Dietmar Stanka

Dietmar Stanka

Dietmar Stanka wurde bereits als Kleinkind vom automobilen Virus befallen. Seine ersten journalistischen Sporen verdiente er sich als 15-jähriger. Für die Nordbayerischen Nachrichten berichtete er über Eishockey und Musik-Events in seiner Heimatstadt Pegnitz. Mit 17 nahm er als Beifahrer in Rallyeautos Platz und ein Jahr später wechselte er die Perspektive und fuhr selbst einen heißen Reifen. Im Jahr 2000 wandelte er seine Leidenschaft für Automobile in einen erfüllenden Beruf um. Unter anderem ist er als freier Autor für Grip, Träume Wagen, Autohaus, wiwo.de, ramp und den Finanzenverlag (BÖRSE ONLINE, EURO, Euro am Sonntag) tätig.
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