Der neue Opel Insignia und der gerade einmal zwei Jahre alte Skoda Superb sind mit ihrer Größe und den umfangreichen Ausstattungsmöglichkeiten deutlich günstiger als die Mitbewerber aus dem sogenannten Premiumsegment. Beide Automobile sind als Limousinen mit hoch aufschwingender Heckklappe und als Kombi verfügbar. In einem Vergleich stellt Auto360.de Opel Insignia und Skoda Superb genauer vor.

Größenvergleich

Dieser Vergleich geht klar an den Skoda Superb. Obwohl der Opel Insignia Grand Sport wie auch als Sports Tourer einige Millimeter länger sind, als der Skoda Superb als Limousine und als Kombi, gewinnt der Tscheche das Duell mit einigem Vorsprung. Das Kofferraumvolumen liegt beim Grand Sport zwischen 490 und 1.450 Litern, bei Sports Tourer zwischen 560 und 1.665 Litern.

Der Skoda Superb bietet mit 620 bis 1.760 respektive 660 und 1.950 Litern deutlich mehr an Stauraum. Die Passagiere des Opel Insignia können vorne auf Sitzen mit dem Siegel der Aktion Gesunder Rücken e.V. (AGR) Platz nehmen. Das Gestühl des Superb bietet zwar hohen Komfort, ist aber dennoch nicht so perfekt anzupassen.

Im Fond können in beiden Fahrzeugen auch Menschen mit mehr als 1,90 Metern Körperlänge bequem auch längere Strecken bewältigen.

Motoren und Getriebe

Für den Opel Insignia sind zwei Leistungsstufen des neuen 1,5-Liter-Benziners mit 103 kW (140 PS) bzw. 121 kW (165 PS) sowie der bärenstarke 2-Liter-Turbo mit 191 kW (260 PS) mit Allradantrieb und Achtgang-Automatik verfügbar. Auf der Seite der Dieselmotoren sind ein 1,6-Liter mit 81 kW (110 PS) und 100 kW (136 PS) sowie ein 2-Liter-Diesel mit 125 kW (170 PS) vorhanden.

Letztgenannter kann auch mit Allradantrieb und der damit verbundenen Sechsgang-Automatik geordert werden. Diese Automatik steht auch für den 165-PS-Benziner zur Wahl. Der 170-PS-Diesel kann zudem mit einer Achtgang-Automatik bestellt werden.

Skoda stattet den Superb mit zwei Leistungsstufen des 1.4-Liter-Benziners mit 92 kW (125 PS) und 110 kW (150 PS), dem 1,8-Liter mit 132 kW (180 PS) sowie dem 2-Liter-Benziner mit 162 kW (220 PS) und 206 kW (280 PS) mit Allradantrieb und 6-Gang-DSG aus.

Die Diesel sind mit einem 1,6-Liter mit 88 kW (120 PS) sowie zwei Leistungsstufen des 2-Liter mit 110 kW (150 PS) und 140 kW (190 PS) bestellbar. Doppelkupplungsgetriebe sind für verschiedene Motorvarianten ebenso bestellbar wie Allradantrieb.

Konnektivität von Opel Insignia und Skoda Superb

Android Auto und Google CarPlay sowie MirrorLink sind heute fast schon wieder ein alter Hut. Klar, dass beide Autohersteller diese Smartphone-Applikationen in ihrem Portfolio haben. Die Darstellung erfolgt bei Opel über einen acht Zoll großen Bildschirm. Das Top-Produkt Columbus von Skoda ist seit dem Modelljahr 2017 auf 9,2 Zoll gewachsen und edel verglast.

Mit Opel OnStar, das neben Notfallhilfe auch Concierge-Dienste wie Hotelbuchungen offeriert, sind die Rüsselsheimer gegenüber dem tschechischen Automobilhersteller im Vorteil. Das gilt in diesem Fall aber für den gesamten Volkswagen-Konzern, der sich nur langsam an mehr Komfort in diesem Segment annähert.

Ausstattung

LED kann heute jeder? Nein, leider sind für den Skoda Superb für den Moment nur Bi-Xenon-Scheinwerfer verfügbar. Opel hat mit den LED-Matrix-Lichtern die Nase klar vorne. Dagegen wartet Skoda mit einer Fülle an „Simply-Clever-Lösungen“ auf, die der gesamten Automobilbranche ein Vorbild sein sollten.

Als Beispiele dürfen die beiden in den Vordertüren verstauten Regenschirme gelten. Zwei Stück, jawohl. Selbst der britische Nobelhersteller mit den beiden R im Namen hat nur einen an Bord. Oder auch die mit Klett am Kofferraumboden zu fixierenden Halterungen gegen sinnfreies Rumrutschen.

Opel hat dafür mit der Option Head-up-Display ein weiteres Alleinstellungsmerkmal zu verzeichnen. Übrigens ein Tool, das General Motors zur Marktreife brachte.

Preise

Opel Insignia und Skoda Superb nehmen sich bei der Preisgestaltung in der Basis nicht viel. Die Range führt beim Insignia Grand Sport von 25.940 Euro für den 140 PS-Benziner als Selection bis hin zum 44.490 Euro teuren 260-PS-Benziner in der Top-Ausstattung Exclusive. Der Aufpreis zum Sports Tourer beträgt 1.000 Euro.

Der Superb startet als Active bei 25.750 Euro, das Spitzenmodell L&K kostet mit dem 280-PS-Benziner 45.650 Euro. Auch bei Skoda kostet der Kombi 1.000 Euro mehr als die Limousine. Mit der SportLine spricht Skoda die Dynamiker unter der Kundschaft an. Beide Unternehmen bieten zudem interessante Business-Pakete an, mit denen sich mancher Euro sparen lässt.

Fazit

Es ist ein echtes Kopf-an-Kopf-Rennen, was sich Opel Insignia und Skoda Superb liefern. Preislich sind die Unterschiede nicht allzu deutlich, den Größenvergleich entscheidet der Skoda aber deutlich für sich. Dafür ist der Rüsselsheimer mit Opel OnStar, LED-Leuchten und Head-up-Display ganz weit vorne. Die Motorenpalette ist mit einem reichhaltigen Angebot an klassischen Verbrennungsmotoren auf einem ähnlichen Niveau angesiedelt. Beiden fehlt aber ein Erdgas- wie auch ein Hybrid- oder gar Elektroantrieb.

 

Dietmar Stanka

Dietmar Stanka

Dietmar Stanka wurde bereits als Kleinkind vom automobilen Virus befallen. Seine ersten journalistischen Sporen verdiente er sich als 15-jähriger. Für die Nordbayerischen Nachrichten berichtete er über Eishockey und Musik-Events in seiner Heimatstadt Pegnitz. Mit 17 nahm er als Beifahrer in Rallyeautos Platz und ein Jahr später wechselte er die Perspektive und fuhr selbst einen heißen Reifen. Im Jahr 2000 wandelte er seine Leidenschaft für Automobile in einen erfüllenden Beruf um. Unter anderem ist er als freier Autor für Grip, Träume Wagen, Autohaus, wiwo.de, ramp und den Finanzenverlag (BÖRSE ONLINE, EURO, Euro am Sonntag) tätig.
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