Volkswagen Passat – Die Kunst des Einparkens
Volkswagen Passat Anhängerassistent innen
Volkswagen Passat Trailer Assist
Volkswagen Passat Trailer Assist Innenraum
Volkswagen Passat Trailer Assist Bildschirmanzeige
Volkswagen Passat Trailer Assist im Rangierbetrieb
Volkswagen Passat Trailer Assist

Volkswagen Passat – Die Kunst des Einparkens

Über den Volkswagen Passat haben ich schon ausführlich berichtet. Deshalb widme ich mich in diesem Fahrbericht einem ganz besonderen Thema. Dem Einparken mit einem Anhänger. Es ist lange her, dass ich bei der Bundeswehr den Lkw-Führerschein machte und mit einem Einachsanhänger rückwärts um eine Kurve fahren musste.

Mit einem guten Fahrlehrer an der Seite und viel Gefühl im Gasfuß klappte die Rangierarbeit recht schnell und flüssig. Ob es heute auch noch so wäre? Aber – heutzutage gibt es ja schließlich den Trailer Assist von Volkswagen.

Der Trailer Assist im Volkswagen Passat

Es ist eine typische Umgebung. Das Hofgut Sickenhausen nordwestlich von München ist der geeignete Platz, um mit einem Volkswagen Passat mit Pferdeanhänger rückwärts um die Kurve zu fahren.

Angeleitet von einem erfahrenen Trainer der Volkswagen Driving Experience lerne ich erst einmal die Grundzüge der Bedienung. Der Trailer Assist ist bei der ersten Begegnung durchaus komplex und eine vernünftige Einweisung erleichtert die künftigen Anwendungen immens.

Die Grundelemente der Trailer Assist sind schnell erklärt. Es ist das Zusammenspiel diverser Systeme, die in Teilen bereits länger bekannt sind. Es sind die Rückfahrkamera, die Parksensoren und die elektromechanische Servolenkung. Ergänzt durch die Spiegeleinstellung und dem Display im Cockpit sowie einer gehörigen Portion Ingenieursleistung steht dem erfolgreichen Rückwärtsfahren mit Anhänger nichts mehr im Wege.

Eine weitere Basis des Trailer Assist ist der Parkassistent der mittlerweile dritten Generation, der Längs- und Querparkmöglichkeiten erkennt und das Fahrzeug teilautomatisiert – der Fahrer muss nur noch Gas geben und Bremsen – einparkt.

Nun geht es los. Der Volkswagen Passat steht mit seinem Pferdeanhänger richtig eingeparkt und ich fahre nach vorne los und herum ums Hauseck. Nun wird der Trailer Assist per Tastendruck aktiviert. Der Clou ist dabei die Steuerung mit dem Joystick der Spiegelverstellung.

Über diesen stelle ich die gewünschte Fahrtrichtung stufenlos ein und rolle langsam rückwärts los. Nur noch Bremse und Gaspedal bedienen, der Rückwärtsgang ist eh eingelegt und ja, es funktioniert einwandfrei. Rein in die Lücke, raus aus der Lücke. Ich habe Blut geleckt und will noch ein paarmal üben.

Dauerte es beim ersten Mal noch gute fünf Minuten inklusive der Einweisung, klappen die nächsten Versuche deutlich schneller. Es braucht also nur ein wenig Übung und künftig gehören peinliche Einparkorgien bei Turnieren oder auf dem Campingplatz der Vergangenheit an. Zudem erspart es Schäden am Fahrzeug oder Anhänger.

Ein wesentlicher Aspekt ist zudem der Sicherheitsgewinn, weil über die Kamera Personen oder Tiere rechtzeitig erkannt werden. Die Ausgabe in Höhe von 635 Euro für den Trailer Assist beim Passat macht sich so schnell bezahlt.

Eine weitere Besonderheit des Trailer Assist ist die Diebstahlsicherung, wenn der Anhänger an ein mit einer Diebstahlwarnanlage ausgestatteten Fahrzeug angekoppelt ist. Im Falle des Abkuppelns und ziehen des Steckers löst der Alarm aus und kann damit einen möglichen Diebstahl verhindern.

Fazit

Ohne geht zwar, muss aber nicht. Warum sich selbst quälen, wenn es denn so einfach gehen kann. Mehr Sicherheit, weniger Anstrengung und dazu noch wesentlich schneller. Zudem lachen einen die Pferde auf der Weide nicht aus, wenn es mal wieder peinlich wird. Neben dem Passat  ist der Trailer Assist auch in den Volkswagen-Modellen Touran, Tiguan und Touareg verfügbar. Bei Audi ist das System im A4 Allroad und Q7, bei Skoda im Kodiaq verfügbar. Konzern sei Dank.

Dietmar Stanka

Dietmar Stanka

Dietmar Stanka wurde bereits als Kleinkind vom automobilen Virus befallen. Seine ersten journalistischen Sporen verdiente er sich als 15-jähriger. Für die Nordbayerischen Nachrichten berichtete er über Eishockey und Musik-Events in seiner Heimatstadt Pegnitz. Mit 17 nahm er als Beifahrer in Rallyeautos Platz und ein Jahr später wechselte er die Perspektive und fuhr selbst einen heißen Reifen. Im Jahr 2000 wandelte er seine Leidenschaft für Automobile in einen erfüllenden Beruf um. Unter anderem ist er als freier Autor für Grip, Träume Wagen, Autohaus, wiwo.de, ramp und den Finanzenverlag (BÖRSE ONLINE, EURO, Euro am Sonntag) tätig.
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