Mehr als 830.000 Amarok der ersten Generation hat Volkswagen Nutzfahrzeuge (VWN) in Europa, Australien, Neuseeland, Afrika, Nordasien sowie in Süd-und Mittelamerika verkauft.

Nun folgt die 2. Generation, die im südafrikanischen Silverton (Pretoria) im gleichen Werk wie der neue Ford Ranger gefertigt wird. Der neue Amarok wird in den ersten Ländern ab Ende 2022 mit viertüriger Doppelkabine (DoubleCab) und zweitüriger Einzelkabine (SingleCab) auf den Markt kommen.

Außen und innen

Ein Pickup folgt in der Form grundsätzlich seiner Funktion. Das ist beim neuen VW Amarok genauso. Designmerkmale wie der Kühlergrill, die ausgestellten Kotflügel und das Heck mit dem über die gesamte Klappe gehenden Schriftzug Amarok setzen eigene Akzente. Mit 5.350 Millimetern ist der neue Amarok 96 mm länger als sein Vorgänger. Der Radstand wuchs um 173 Millimeter auf 3.270 Millimeter.

Das freut vor allem die Passagiere auf der Rückbank der Doppelkabine. Die neuen Maße stehen auch für kürzere Überhänge, was sich bei Fahrten im unwegsamen Gelände auszahlt. Ebenfalls gewachsen ist die Wattiefe von 500 auf 800 Millimeter.

Innen ist den Entwicklern ein guter Mix aus klassischen analogen Bedienelementen wie dem Lichtschalter, dem Drehschalter für die Antriebsmodi sowie weiteren Schaltelementen und den digitalen Anwendungen gut gelungen. Im Blickfeld des Fahrers liegt das individuell konfigurierbare digitale Cockpit. Mittig setzt der senkrecht stehende Touchscreen mit einem 10 bis zu 12 Zoll großen Touchscreen eigene Akzente.

Unter der Haube des VW Amarok

Für den neuen Amarok wurden vier Turbodieselmotoren (TDI) sowie ein Turbobenziner (TSI) entwickelt. Auf dem afrikanischen Markt wird der Basismotor, ein 2-Liter-TDI mit 110 kW (150 PS) zum Einsatz kommen.

Für viele Märkte der Welt steht ebenfalls der 2-Liter-TDI zur Wahl, dann aber mit 125 kW (170 PS). Die dritte TDI-Leistungsstufe ist der 2-Liter-Vierzylinder mit Bi-Turboaufladung. Je nach Markt leistet dieser entweder 150 kW (204 PS) oder 154 kW (209 PS).

Die Spitze der Selbstzünder stellt ein 3,0 Liter großer V6-Motor dar. Er stellt marktabhängig eine Leistung von 177 kW (241 PS) oder 184 kW (250 PS) zur Verfügung. Speziell für die klassischen Benziner-Märkte wurde zudem ein 222 kW (302 PS) starker 2,3-Liter-Turbobenziner konzipiert.

Ab einer Leistung von 154 kW werden alle Amarok Versionen serienmäßig mit einem neuen und per E-Shifter (by wire) bedienten 10-Gang-Automatikgetriebe auf den Markt kommen. Für die 150-kW-Version wird diese Automatik optional zur Verfügung stehen. Das neue 10-Gang-Getriebe ersetzt die 8-Gang-Automatik des Vorgängers. Darüber hinaus wird es für verschiedene Motoren eine 6-Gang-Automatik sowie manuelle 6-Gang- und 5-Gang-Getriebe geben.

Auf zahlreichen Märkten wird der Amarok serienmäßig mit Allradantrieb (4MOTION) ausgeliefert. Je nach Region und Motor wird es dabei zwei verschiedene 4MOTION-Systeme geben. Eines mit situationsbedingt zuschaltbarem Allradantrieb sowie eines mit permanentem Allradantrieb. Die Antriebstechnik sorgt dafür, dass auch der neue Amarok je nach Motorversion bis zu 3,5 Tonnen ziehen darf.

Ausstattungsvarianten des neuen VW Amarok

Fünf Versionen namens Amarok, Life und Style sowie die Topversionen PanAmericana und Aventura sind für den neuen Pickup von Volkswagen Nutzfahrzeuge erhältlich. Die Basisversion Amarok verfügt beispielsweise über LED-Frontscheinwerfer, elektrisch anklappbaren Außenspiegeln, Schienen mit Verzurrösen in der Cargo-Box und einer Kabinen-Rückwandschutz.

Zudem sind die digitale Instrumente mit 8-Zoll-Display, ein Infotainmentsystem mit 10Zoll-Touchscreen plus digitalem Radioempfang (DAB+), Online-Anbindung, vier Lautsprecher, das Multifunktionslenkrad und eine Höheneinstellung für den Fahrersitz Serie. Die automatische Distanzregelung ACC, die Verkehrszeichenerkennung, der Spurhalte-Assistent sowie eine Rückfahrkamera, der Front Assist und die Einparkhilfe hinten ergänzen diese Version.

Der Life verfügt anstatt über 16 Zoll große Stahlfelgen, über Alufelgen mit 17 Zoll Durchmesser. Dazu kommen LED-Nebelscheinwerfer, in Wagenfarbe lackierte Frontstoßfänger sowie beheiz- und anklappbare Außenspiegel inklusive Umfeldbeleuchtung.

Der Style leuchtet aus dem aus dem VW Pkw-Programm bekannten IQ.Light Matrixscheinwerfern, der Laderaum ist mit Kunststoff verkleidet und gerollt wird auf 18-Zöllern aus Leichtmetall.

On Top zeigt sich der PanAmericana als der Abenteurer und Offroader der Amarok Baureihe. Eher elegant und exklusiv steht der Aventura als Lifestyler in der Preisliste. Apropos Preise, über die ist genauso wenig bekannt wie über die Emissions- und Verbrauchswerte.

Assistenzsysteme

Mit über 30 Assistenzsystemen setzt der VW Amarok in seinem Segment neue Maßstäbe. Darunter Klassiker wie Spurhalte- oder Spurwechsel-Assistenten, Licht und Geschwindigkeitsassistenten sowie wie Umgebungsansicht oder die Verkehrszeichenerkennung.

Weitere Systeme sowie die einzelnen Fahrmodi für Straße und Gelände werden wir später im Jahr bei der Pressevorstellung vorstellen.

VW Amarok 2. Generation

Emissionen und Verbrauchswerte

Der vorgestellte VW Amarok ist eine seriennahe Studie und wird noch nicht zum Verkauf angeboten. Deshalb liegen weder Emissions- noch Verbrauchswerte vor.

Dietmar Stanka