Der VW Golf GTI war ursprünglich als Sondermodell mit 5.000 Einheiten geplant.

Daraus wurde aber nichts. Seit 44 Jahren ist der sportliche Kompaktwagen erfolgreich unterwegs und wurde weltweit mehr als 2,3 Millionen Mal verkauft. Verfügte der erste Golf GTI von 1976 über 110 PS, so sind es bei der 8. Generation mit 245 PS mehr als doppelt so viel.

Das Design des neuen VW Golf GTI der 8. Generation

Der rote Streifen zwischen Motorhaube und Kühlergrill kennzeichnet auch den neuen VW Golf GTI. Der Kühlergrill lässt sich zudem erstmals mit einem schmalen LED-Streifen beleuchten, der sich nach links und rechts bis in das LED-Tagfahrlicht der Scheinwerfer fortsetzt.

Serienmäßig sind 17-Zöller montiert, optional sind wie bisher 18 und 19 Zoll große Aluräder bestellbar. Im Heck erhöht ein weit nach hinten gezogener GTI-Dachspoiler den Anpressdruck an der Hinterachse. Ein weiteres, typisches GTI-Merkmal sind die links und rechts angeordneten runden Auspuffrohre.

Während das Cockpit rein digital die achte Generation bestimmt, sind die Sitze weiterhin klassisch im Karomuster bezogen. Ein Zündschloss gibt es im neuen Golf GTI nicht mehr. Es wurde durch eine serienmäßige „Engine/Start/Stop“-Taste ersetzt, die nach dem Öffnen der Türe rot pulsiert, bis der GTI-Motor gestartet wird.

Optimierte Fahrdynamik

Die 8. Generation des Golf GTI ist weiterhin nur mit Frontantrieb ausgestattet. Für die optimale Traktion spielt der neue Fahrdynamikmanager eine entscheidende Rolle. „Das System koordiniert zentral und übergeordnet die elektromechanischen Fahrwerkfunktionen“, erläutert Karsten Schebsdat, Leiter Fahrdynamik, Lenk- und Regelsysteme.

„Durch die Kombination aus neu abgestimmtem Fahrwerk plus Vorderachsquersperre und Fahrdynamikmanager konnten wir die hervorragende Gesamtperformance des Golf GTI auf ein nochmals höheres Niveau bringen. Das gilt umso mehr, wenn auch noch das mit einer neuen Software-Applikation ausgestattete DCC-Fahrwerk mit regelbaren Dämpfern an Bord ist.“

Über die serienmäßige Fahrprofilauswahl und das optionale adaptive DCC-Fahrwerk wählt der GTI-Fahrer seine ganz individuelle Abstimmung. Die neuen fahrdynamischen Eigenschaften sorgen für ein noch präziseres Fahrerlebnis. Das für Fronttriebler typische Untersteuern – das tendenzielle Schieben über die Vorderräder in sehr schnell gefahrenen Kurven – wurde praktisch abgestellt.

Zwei Videos vom Volkswagen Testgelände Ehra-Lessien mit Rennfahrer Benny Leuchter am Steuer verdeutlichen die optimierte Fahrwerkseinstellung.

Dietmar Stanka
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