Nach der im Frühjahr 2019 erfolgten Einstellung des VW Beetle Cabrio war es vorbei mit dem ultimativen Frischluftgenuss bei Volkswagen.

An das letzte Golf Cabrio erinnern wir uns nur noch verschwommen und es wurde Zeit, wieder Licht ins Dunkle zu bringen. Das wird mit dem VW T-Roc Cabriolet gelingen, das wir Anfang August 2019 einem ersten Augenschein unterziehen konnten. Denn geliefert wird aus dem ehemaligen Werk von Karmann in Osnabrück erst im Frühjahr 2020.

Cabrio und SUV

Basierend auf dem VW T-Roc zeigt das Cabrio, wie man praktischen Nutzen für die Insassen wie auch das Gepäck sinnvoll umsetzen kann. Die vielgeliebte hohe Sitzposition beträgt 599 Millimeter über den Asphalt, die Fondpassagiere überblicken das Geschehen weitere 17 Millimeter höher.

Der Zugang zu der hinteren Sitzreihe des Zweitürers ist einfach und reichlich bequem. Bedingt durch den Radstand von 2.630 Millimetern des insgesamt 4.268 Millimeter langen T-Roc Cabriolet ist auch für die hinten sitzenden Mitfahrer genügend Kniefreiheit vorhanden.

In den Kofferraum passen 284 Liter an Volumen. Zudem lässt sich die Rücksitzbank geteilt umklappen um noch mehr Transportkapazitäten zu schaffen. Im Interieur finden sich, wen wundert es, keine Überraschungen gegenüber dem T-Roc.

Die Stoffhaube des VW T-Roc Cabriolet

Das dreilagige Verdeck wurden zusammen mit Webasto entwickelt und von dem Zulieferer aus Gauting bei München gefertigt. Neben dem aufwändig konstruierten Gestänge besteht es aus einem Innenhimmel, aus einer die gesamte Fläche einnehmende Polstermatte und dem Außenbezug.

Die verbindenden Längsnähte der äußeren Mittelbahn und der beiden Seitenteile wurden so klug ausgelegt, dass sie als zusätzliche Regenrinnen dienen. Mittels geschraubten Stoffhalteleisten ist das Dach mit den Spriegeln verbunden. Dies verhindert ein Aufblähen des Daches und sorgt für eine gute Aerodynamik und gleichermaßen für einen niedrigen Geräuschpegel im Innenraum.

Neun Sekunden dauert es, das Dach zu öffnen und zu schließen. Die beiden Vorgänge lassen sich bis zu einer Geschwindigkeit von 30 km/h auch beim Fahren realisieren. Im Falle eines hoffentlich nie vorkommenden Überschlags fahren in Sekundenbruchteilen der hinter den Rücksitzen verstaute Überrollschutz aus.

Zwei mal Zwei

Zwei Ausstattungslinien und zwei Motoren sind für das neue VW T-Roc Cabriolet zum Marktstart verfügbar. Style steht laut Aussagen von Volkswagen für Designorientierung und Individualität. Dazu gehören vier Deko-Varianten für den Innenraum. die Ambiente-Beleuchtung sowie 17 Zoll große und lackierte Leichtmetallräder.

Die R-Line ist gewohnt sportlich ausgelegt. Das zeigt sich unter anderem durch Sportsitze mit integrierten Kopfstützen, die mit einer Stoff-/Kunstlederkombination bezogen sind. Weiter ist das Fahrwerk dynamischer abgestimmt und die Progressivlenkung mit geschwindigkeitsabhängiger Regelung an Bord.

Das für den Moment nur auf der Vorderachse angetriebene offene Pendant kann entweder mit dem 85 kW (115 PS) leistenden 1-Liter Dreizylinder oder dem 110 kW (150 PS) starken 1,5-Liter-Vierzylinder bestellt werden. Der schwächere Motor verfügt über 200 Nm Drehmoment, der stärkere über 250 Nm. Beide Triebwerke werden manuell mit einem Sechsgang-Getriebe geschaltet, für den 1,5-Liter wird optional das Siebengang-DSG angeboten.

Erstes Fazit

Accept no Roof lautet das Motto für das VW T-Roc Cabriolet. Na ja, manchmal braucht es schon ein Dach und das scheint bei diesem ersten offenem SUV, pardon CUV von Volkswagen bestens gelungen. Wir müssen alle noch ein bisschen darben, bevor wir dieses Modell einem ersten Test unterziehen können. Auch wissen wir noch keine Preise und auch über das Gewicht können wir nur spekulieren. Aber manchmal ist ja Vorfreude die größte Freude.

Fotos:

Ingo Barenschee

Martin Meiners

Dietmar Stanka

Dietmar Stanka wurde bereits als Kleinkind vom automobilen Virus befallen. Seine ersten journalistischen Sporen verdiente er sich als 15-jähriger. Für die Nordbayerischen Nachrichten berichtete er über Eishockey und Musik-Events in seiner Heimatstadt Pegnitz. Mit 17 nahm er als Beifahrer in Rallyeautos Platz und ein Jahr später wechselte er die Perspektive und fuhr selbst einen heißen Reifen. Im Jahr 2000 wandelte er seine Leidenschaft für Automobile in einen erfüllenden Beruf um. Unter anderem ist er als freier Autor für Grip, Träume Wagen, Autohaus, wiwo.de, ramp und den Finanzenverlag (BÖRSE ONLINE, EURO, Euro am Sonntag) tätig.
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