Das Schweizer Deep-Tech-Unternehmen WayRay hat mit dem Holograktor das weltweit erste Auto mit holografischer AR-Verglasung vorgestellt.

Das 4,40 Meter lange batterieelektrische Fahrzeug wurde entwickelt, um die holografischen True AR-Displays hervorzuheben. Der Holograktor ist als Ride-Hailing-Auto konzipiert und kann entweder konventionell oder per Fernsteuerung über eine 5G- und Satelliten-Internetverbindung von einem qualifizierten Fahrer gefahren werden.

Das holografische WayRay TrueAR-Display

Die holografischen WayRay True Augmented Reality-Displays benötigen nur ein Zehntel des Platzes eines herkömmlichen Head-up Displays im Armaturenbrett. Darüber hinaus bieten sie entscheidende Verbesserungen in Bezug auf den Abstand zu virtuellen Inhalten, der Farbsättigung und der Genauigkeit.

WayRay ist laut eigener Aussage derzeit das einzige Unternehmen in der Branche, das in der Lage ist, komplexe Deep-Reality-Displays mit holografischen optischen Elementen zu entwickeln und zu fertigen. Zudem können die Inhalte in Echtzeit rund um das Fahrzeug mithilfe einer proprietären True AR Rendering Engine Software zu gerendert werden.

Der Holograktor

Das Holograktor-Auto verfügt über einen Radstand von 2,88 Metern und ist mit einer Batterietechnologie ausgestattet, die eine geschätzte Reichweite von 600 km ermöglichen soll. Der Sprint von 0 auf 100 km/h dauert laut Angaben des Herstellers nur 3,9 Sekunden. Die Höchstgeschwindigkeit ist auf 200 km/h begrenzt.

Die Länge des Hologrator beträgt etwas mehr als 4,41 Meter und ist dadurch noch kompakt zu bezeichnen. Die Sitzanordnung ist mit dem Konzept 2+1 außergewöhnlich. Die beiden Vordersitze sind weit auseinander, sodass auch die hinten sitzende Person problemlos eine freie Sicht auf die holografischen Displays hat.

Das Design des WayRay Holograktor

Der Hypercar-Designer Sasha Selipanov entwarf in Zusammenarbeit mit dem internen Designerteam von WayRay den Holograktor. Selipanov zu seiner Arbeit: „Die True AR-Holografie war der Hauptantrieb für das gesamte Design. Jede Funktion und jedes Designmotiv wurde von der AR-Holografie angetrieben. Wir haben 500 mm zwischen der Mitte des Fahrersitzes und der Mittellinie des Fahrzeugs, das sind etwa 100 bis150 mm mehr pro Seite als bei einem normalen Pkw.“

Selipanov weiter: „Wir wollten für WayRay eine visuelle Sprache schaffen, die den russischen Konstruktivismus als Grundlage hat. Zufälligerweise erinnert die dreieckige Form an ein Prisma, wie auf dem Albumcover von Pink Floyds „Dark Side of the Moon. Es ist eine Lichtstrahl-Ästhetik, die mit der Dreiecksform und dem prismenähnlichen Effekt einhergeht, was perfekt zu einem Auto passt, das gebaut wurde, um die Holografie hervorzuheben. Das dreieckige Motiv ist überall integriert, von den 22-Zoll-Rädern über die Laser-Scheinwerfer und –Rückleuchten bis hin zur geschrumpften Form der Dach-Shrimps selbst.“

Der Shrimp

Die kastenförmige Form auf dem Dach des WayRay Holograktor-Autos hat den Namen „Shrimp“ erhalten. Er enthält die High-End-Technologie, die für die True AR-Technologie notwendig ist. Aufgrund des großzügigen Platzangebots für die drei Passagiere musste das Designteam aus ergonomischen Gründen den Shrimp zu konstruieren, um die Projektion zu ermöglichen.

Fazit

Handelsübliche Head-up Displays benötigen wegen ihrer Projektionstechnik ein Volumen von 20 Litern. Bei dem holografischen WayRay-System sind es nur 3 Liter. Deshalb rechnet WayRay mit Kunden aus dem Sportwagensektor, die weniger Platz zur Verfügung haben.

WayRay Holograktor

Verbrauchsdaten

Das Fahrzeug ist noch nicht bestellbar und noch nicht homologiert. Deshalb liegen noch keine Verbrauchsdaten vor.

Dietmar Stanka