In einer virtuellen Pressekonferenz feierte am 18. Februar 2021 der neue Nissan Qashqai seine Weltpremiere.

Die dritte Generation des Crossovers fährt auf der neuen CMF-C Plattform vor und soll die Erfolgsgeschichte fortschreiben. Seit 2007 wurden in Europa mehr als drei Millionen Fahrzeuge verkauft. Einmal mehr ist das Nissan Design Europe in London für die Exterieur-Gestaltung verantwortlich. Die technische Entwicklung erfolgte im Nissan Technical Centre Europe in britischen Cranfield.

Das neue Erscheinungsbild des Nissan Qashqai

Optisch bleibt der neue Qashqai unverwechselbar mit den beiden Vorgängermodellen verbunden. Die Frontpartie zeigt einen vergrößerten Nissan V-Motion Kühlergrill mit Chromfinish und einem zusätzlichen Streifen in satiniertem Chrom. Flankiert wird der Kühlergrill von schmalen Voll-LED-Matrix-Scheinwerfern mit Bumerang-Tagfahrlicht.

Der Radstand ist im Vergleich zum Vorgänger um 20 mm gewachsen, in der Länge hat der Qashqai um 35 mm zugelegt. In der Breite gibt es 32 mm Plus, in der Höhe einen leichten Zuwachs um 25 mm. Dadurch wuchs die Kniefreiheit im Fond um 28 auf 608 mm, die Kopffreiheit vorne und hinten legte um 15 mm zu.

Die Dachlinie sinkt nach hinten ab und verleiht dem Crossover eine Coupé-hafte Optik. Optional sind bis zu 20 Zoll große Räder bestellbar, die die Radhäuser perfekt ausfüllen.

Das Interieur setzt nach Angaben des Herstellers neue Maßstäbe in Sachen Anmutung, Design und Nutzbarkeit. Serienmäßig ist eine weiße Ambientebeleuchtung an Bord. Besonders viel Wert ist auf Bedienbarkeit und die Ergonomie gelegt worden.

Konnektivitätslösungen

Ohne vernetzte Funktionen und Dienste geht heutzutage bei neuen Automobilen nichts mehr. Der neue Nissan Qashqai verfügt über eine problemlose Einbindung von Smartphones, einen WiFi-Hotspot für bis zu sieben Geräte sowie NissanConnect Services, eine spezielle App zur Steuerung und Überwachung des Fahrzeugs aus der Ferne.

Selbst die Sprachassistenten Google Assistant und Amazon Alexa hielten Einzug. So kann das Auto mit dem Heim verbunden werden und beispielsweise Navigationsziele zuhause dem Sprachassistenten mitgeteilt werden. Anstelle der Smartphone-Navigation steht auch eine TomTom 3D Maps & Live Traffic Navigation zur Verfügung.

Diese nutzt drahtlose Karten-Updates „over the air“, Echtzeit-Verkehrsinformationen, Google Street View sowie Informationen zu Kraftstoffpreisen. Sollte der Qashqai in einer unbekannten Gegend abgestellt worden sein, hilft die  „My Car Finder“-Funktion ihn wiederzufinden.

Die Antriebe im neuen Nissan Qashqai

Neben einem 1.3 DiG-T Benzinmotor mit Mildhybrid-Technologie feiert der Antrieb e-Power seine Europapremiere. Der 1,3-Liter-Benziner Mildhybrid wird mit 103 kW (140 PS und 116 kW (158 PS) angeboten. Geschaltet wird mit einem Sechsganggetriebe oder für wahlweise einem Xtronic-Automatik-Getriebe für die stärkere Variante.

Beim Verzögern des Fahrzeugs wird Bewegungsenergie zurückgewonnen und in der Lithium-Ionen-Batterie gespeichert. Diese Energie hilft beim Kraftstoffsparen. Beispielsweise beim Motorneustart durch die Stopp-Start-Automatik, durch frühzeitiges Abschalten des Motors beim Ausrollen in der Automatik-Version sowie durch zusätzliches Drehmoment beim Beschleunigen.

Das e-Power System des neuen Qashqai kombiniert einen 140-kW-Elektromotor (190 PS) von ähnlicher Größe und Leistung wie in den Nissan E-Autos mit einer Hochleistungsbatterie, einem Benzinmotor mit variablem Verdichtungsverhältnis und einer Leistung von 114 kW (156 PS), einem Stromgenerator und einem Wechselrichter.

Der 1,5-Liter-Benzinmotor treibt den Stromgenerator zum Laden der Batterie an und wird ausschließlich zur Stromerzeugung genutzt. Somit läuft dieses Triebwerk immer in einem optimalen Drehzahlbereich, was den Spritverbrauch deutlich minimiert.

Wie beim Leaf ermöglicht der neue Qashqai e-Power zudem das „One-Pedal-Driving“. Der Fahrer startet, beschleunigt, bremst, stoppt und hält das Fahrzeug mit ein und demselben Pedal.

Ein erstes Fazit

Neben den Konnektivitätslösungen bietet der neue Nissan Qashqai mit dem Assistenzsystem ProPILOT eine Reihe von Fahrerunterstützungen an. Dieses ist aber ausschließlich für die Varianten mit Xtronic-Getriebe verfügbar. Mit dem Getriebe ist auch der Allradantrieb bestellbar.

Die interessante Auswahl an modernen Motoren wird auch der dritten Generation viel Erfolg bescheren. Mehr über den neuen Qashqai werden wir in einem Fahrbericht berichten können. Die ersten Fahrzeuge dürften im April oder Mai 2021 bei den Händlern stehen. Der e-Power soll erst 2022 lieferbar sein, die Preise dürften sich an der zweiten Generation orientieren.

Dietmar Stanka