Es ist das neue Flaggschiff von VW. Der neue Touareg erlebte seine Weltpremiere am 23. März in Peking. Aus gutem Grund, ist doch China mit 3,2 Millionen verkauften Fahrzeugen im Jahr 2017 der größte Markt für den Automobilhersteller aus Wolfsburg.

Neben dem neuen Außendesign mit eindeutigem Wiedererkennungseffekt prägt den neuen VW Touareg zweifelsohne das volldigitalisierte Innovision Cockpit. Das Digital Cockpit mit dem 12-Zoll-Display und das Infotainment-System Discover Premium mit einem 15-Zoll-Display bilden eine Einheit, die nahezu ohne klassische Tasten und Schalter auskommt.

Verdammt viel Bildschirm also im neuen Touareg und doch so einfach bedienbar wie bisher jeder VW. Dieser hohe Grad an Ergonomie wird auch die fortschreitende Digitalisierung der Cockpits nicht eingeschränkt. Ob jedoch alle Lenker des neuen Touareg sämtliche Funktionen nutzen, sei dahingestellt.

Digitale Vernetzung ist in China ein Muss

Für die chinesischen Kunden ist die digitale Vernetzung rund um die Uhr nach Aussagen von Volkswagen ein absolutes Muss. Die Kunden sind wesentlich häufiger als in Deutschland oder den USA bereit, für digitale Dienste zu bezahlen. Dazu zählen Navigations-Dienste und im besonderen Maß Unterhaltungsangebote.

Das Design des neuen VW Touareg

Zurück zur neu geschneiderten Karosserie der dritten Generation. Der neue Touareg basiert konstruktiv auf dem Modularen Längsbaukasten (MLB). Dieser umfasst Modelle ab der oberen Mittelklasse mit längs eingebauten Motoren und Getrieben. Gegenüber dem Vorgänger wurde die dritte Generation um 44 Millimeter breiter und um 77 Millimeter länger. Die Höhe reduzierte sich dagegen um 7 Millimeter.

Klaus Bischoff, Designchef von VW: „Das Design des neuen Touareg macht unmissverständlich klar, dass er das souveräne Flaggschiff der Marke ist. Die Macht dieses Volkswagens ruht in seiner Freundlichkeit und Eleganz – dieses Auto muss nichts erzwingen.“

An der Front fallen sofort der verchromte Kühlergrill und die  nahtlos erscheinenden fortlaufenden Linien der Lichtsignatur ins Auge des Betrachters. Dazu Bischoff: „Wir wollten mit dieser Frontpartie etwas schaffen, was es so noch nie gegeben hat: In einem intensiven Prozess haben wir die Chromelemente der Frontpartie und das neue LED-Lichtsystem des Touareg so miteinander verbunden, dass die Übergänge zwischen Design und Technik zu einem neuen Ganzen verschmelzen.“

In der Seitenlinie sind es gegenläufigen Fenster- und Charakterlinien sowie die bis zu 21 Zoll großen Felgen, die die Radhäuser komplett ausfüllen. Unter der die gesamte Heckpartie ausfüllenden Klappe hat sich das Ladevolumen von 697 auf 810 Liter erhöht. Betont wird die Rückansicht des Touareg durch die L-förmige Lichtsignatur der LED-Grafik.

Das Interieur des neuen VW Touareg

Gediegen war der Touareg von Anfang an. Mit der dritten Generation des SUV strebt der Luxus in neue Sphären. Neben dem bereits erwähnten verglasten Innovisons Cockpit sind im Touareg offenporiges Echtholz vegetabil gegerbtes Leder sowie Aluminium und Chromverarbeitet.

Beispielsweise spannt sich bei der neuen Ausstattungslinie Atmosphere  über die gesamte Breite der Instrumententafel ein schmaler Flügel aus „Curved-Beam-Holz“. Eine als ein Teil gebogene Holzapplikation in Esche, die der Formgebung der Instrumententafel folgt und in das Lichtdesign der Ambientebeleuchtung integriert ist.

Motoren

Fette Dreiliter-V6-Turbodiesel mit 231 und 286 PS stehen zum Marktstart im Frühsommer 2018 zur Wahl. Es folgen ein Dreiliter-V6-Benziner mit 340 PS und ein Vierliter-V8-Diesel mit 421 PS. Der Plug-in Hybrid mit 367 wird erst in China eingeführt, wann er nach Europa kommt, steht noch nicht fest. Allradantrieb ist serienmäßig in allen Modellen verbaut.

Über weitere Features, Assistenzsysteme und vor allem die Fahreigenschaften und Antriebsarten berichten wir ausführlich nach den ersten Testfahrten, die Anfang Mai 2018 in Tirol und im Salzburger Land stattfinden werden.

 

Dietmar Stanka

Dietmar Stanka

Dietmar Stanka wurde bereits als Kleinkind vom automobilen Virus befallen. Seine ersten journalistischen Sporen verdiente er sich als 15-jähriger. Für die Nordbayerischen Nachrichten berichtete er über Eishockey und Musik-Events in seiner Heimatstadt Pegnitz. Mit 17 nahm er als Beifahrer in Rallyeautos Platz und ein Jahr später wechselte er die Perspektive und fuhr selbst einen heißen Reifen. Im Jahr 2000 wandelte er seine Leidenschaft für Automobile in einen erfüllenden Beruf um. Unter anderem ist er als freier Autor für Grip, Träume Wagen, Autohaus, wiwo.de, ramp und den Finanzenverlag (BÖRSE ONLINE, EURO, Euro am Sonntag) tätig.
Dietmar Stanka

Letzte Artikel von Dietmar Stanka (Alle anzeigen)